William Emmanuel Rappard
Leben und Werk
- 22. April 1883
- 29. April 1958
- 3. Generation
Stationen
- 1899–1901Gymnasium in Genf
Nach der Primarschule in New York Übersiedlung der Familie nach Genf; Mittelschulzeit im Stammkanton.
- 1905–1909Studienaufenthalte an mehreren Universitäten
Parallel zum Genfer Hauptstudium Aufenthalte u. a. in Berlin und München; Harvard-Graduate-Studium 1906–1908; Wien 1908/09 mit Seminaren bei Eugen von Böhm-Bawerk und Eugen Philippovich.
- 1906Lizenziat der Rechte, Universität Genf
Abschluss des Grundstudiums in Genf.
- 1908Dr. iur., Universität Genf
Promotion zum Doktor der Rechte an der Universität Genf.
- 1909–1910Assistent am Internationalen Arbeitsamt
Erste berufliche Station am Internationalen Arbeitsamt in Basel.
- 1910–1911Stellvertretender Professor für Wirtschaftsgeschichte
Übernahme der Wirtschaftsgeschichte an der Universität Genf in Vertretung.
- 1912–1913Assistant Professor of Economics, Harvard
Lehrtätigkeit als Assistenzprofessor für politische Ökonomie an der Harvard University.
- 1913–1928Ordinarius für Wirtschaftsgeschichte, Universität Genf
Berufung auf den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Genf.
- 1915–1957Ordinarius für öffentliche Finanzen, Universität Genf
Parallele Professur für öffentliche Finanzen, gehalten über vier Jahrzehnte bis kurz vor dem Tod.
- 1919Vertreter des Bundesrats, Friedenskonferenz Paris
Setzte als offizieller Schweizer Vertreter Genf als Sitz des Völkerbunds und den Schweizer Beitritt unter Neutralitätsvorbehalt durch.
- 1920–1924Leiter der Sektion Völkerbundsmandate
Direktor der Mandates Section beim Völkerbund-Sekretariat in Genf.
- 1925–1939Mitglied der ständigen Mandatskommission
Über vierzehn Jahre Mitglied der Permanent Mandates Commission des Völkerbunds.
- 1926–1928Rektor der Universität Genf (erste Amtszeit)
Erste von zwei Rektoratsperioden an der Universität Genf.
- 1927Gründung des Institut universitaire de hautes études internationales
Mitgründer des IHEID mit Paul Mantoux, der weltweit ersten Graduate School für internationale Studien.
- 1928–1951Kodirektor des IHEID
Gemeinsame Leitung des Genfer Instituts mit Paul Mantoux; prägt das liberale Profil der Schule.
- 1934–1940Berufung Ludwig von Mises ans IHEID
Im März 1934 bietet Rappard Mises die Professur für International Economic Relations an; Mises tritt im Oktober 1934 an und bleibt bis Juli 1940.
- 1936–1938Rektor der Universität Genf (zweite Amtszeit)
Zweite Rektoratsperiode in den späten 1930er Jahren.
- 1941–1943Nationalrat (Landesring der Unabhängigen)
Schweizer Parlamentarier für den Landesring der Unabhängigen im Zweiten Weltkrieg.
- 1947Eröffnungsansprache Mont-Pèlerin-Gründung
Hält am 1. April 1947 die Eröffnungsansprache der Gründungstagung der Mont-Pèlerin-Gesellschaft am Genfersee.
- 1951–1955Direktor des IHEID
Alleinige Leitung des Genfer Instituts nach Mantoux' Ausscheiden.
- 1958Tod in Bellevue
Stirbt am 29. April 1958 in Bellevue bei Genf, eine Woche nach seinem 75. Geburtstag.
Beeinflussungen
- 1908–1909
Rappard besuchte 1908/09 das Wiener Seminar Böhm-Bawerks, einer der prägendsten Lehrer der österreichischen Schule vor dem Ersten Weltkrieg.
- 1908–1909
Parallel zu Böhm-Bawerk hörte Rappard 1908/09 in Wien die Seminare Philippovichs.
- 1934–1940Hans Kelsen(1881–1973) · Wiener Rechtstheorie
Rappard berief Kelsen ans IHEID auf den Lehrstuhl für internationales Recht; gemeinsam Teil der Genfer Fakultät der 1930er Jahre.
- 1937–1958Wilhelm Röpke(1899–1966) · Ordoliberalismus
Röpke kam zunächst als Gastdozent ans IHEID und wurde anschließend regulärer Professor für International Economic Relations; mit Rappard Eckpfeiler der Genfer liberalen Schule.
- 1947–1958Mont Pèlerin Society · Sammelknoten Mont Pèlerin Society
Rappard hielt am 1. April 1947 die Eröffnungsansprache der Mont-Pèlerin-Gründungstagung am Genfersee und gehörte zum Schweizer Gründungskreis um Hayek.
William Emmanuel Rappard im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- William Emmanuel Rappard. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 8. Oktober 2026, von https://mises.at/william-rappard
- Chicago
- “William Emmanuel Rappard.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 8. Oktober 2026. https://mises.at/william-rappard.
- Deutsche historische Zitierweise
- William Emmanuel Rappard, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/william-rappard (abgerufen am 8. Oktober 2026).
