FOLIO I · DENKER · GEN. 03 · N° 024

Richard Reisch

Werke
14
Artikel
10
Generation
3.
Porträt von Richard Reisch
FOL. 03 · N° 024 · Richard Reisch
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Reisch studierte in Wien und Innsbruck Rechtswissenschaften und trat nach seiner Promotion 1889 in die Finanzverwaltung ein. 1910 wurde er zum Sektionschef befördert. Später übernahm er die Leitung der Boden-Credit-Anstalt und fungierte in der Folge als Staatssekretär im Staatsamt für Finanzen (1919-20) sowie als Präsident der Österreichischen Nationalbank (1922-32). Im Zuge seiner Arbeit konnte er sich als entschiedener Verfechter einer strikten Sanierung des Staatshaushaltes profilieren. 1906 wurde Reisch im Finanzrecht habilitiert und lehrte bis 1928 „Verrechnungswesen“ an der Universität Wien. Nebenbei wirkte er als Mitherausgeber des Sammelwerkes Wirtschaftstheorie der Gegenwart (1927-1932) sowie der Zeitschrift für Nationalökonomie (1930-1937). Er selbst publizierte einige Beiträge zu Fragen des Zahlungsverkehrs und der Währungspolitik.
Metadaten
17. April 1866
in Wien
14. Dezember 1938
3. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1866
    1866
    Geburt

    Geboren am 7. April 1866 in Wien.[1]

  2. ⁦1884–1888⁩
    ⁦1884–1888⁩
    Studium der Rechtswissenschaft (Innsbruck)

    Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck (1884-1887), unter anderem bei Eugen von Boehm-Bawerk und Carl Menger.[1]

  3. ⁦1884–1889⁩
    ⁦1884–1889⁩
    Studium der Rechtswissenschaften (Wien)— inferiert

    Studierte in Wien Rechtswissenschaften; OeBL präzisiert die Wiener Phase auf 1887/88.

  4. 1889
    1889
    Promotion und Eintritt in die Finanzverwaltung

    Trat nach seiner Promotion 1889 in die Finanzverwaltung ein.[1]

  5. 1891
    1891
    Eintritt ins Finanzministerium

    Trat 1891 über die Innsbrucker Finanzprokuratur ins Finanzministerium in Wien ein.[1]

  6. 1906
    1906
    Habilitation im Finanzrecht

    1906 im Finanzrecht habilitiert; lehrte bis 1928 „Verrechnungswesen“ an der Universität Wien.[1]

  7. 1910
    1910
    Sektionschef

    Wurde 1910 zum Sektionschef befördert. Später übernahm er die Leitung der Boden-Credit-Anstalt.[1]

  8. 1914
    1914
    Titularprofessur Universität Wien

    Erhielt 1914 den Titel eines ausserordentlichen Professors (tit. ao. Prof.) an der Universität Wien.[1]

  9. ⁦1919–1920⁩
    ⁦1919–1920⁩
    Staatssekretär für Finanzen

    Staatssekretaer im Staatsamt für Finanzen von Oktober 1919 bis November 1920.[1]

  10. ⁦1922–1932⁩
    ⁦1922–1932⁩
    Präsident der Österreichischen Nationalbank

    Präsident der Österreichischen Nationalbank von 1922 bis 1932; entschiedener Verfechter einer strikten Sanierung des Staatshaushaltes.[1]

  11. ⁦1927–1932⁩
    ⁦1927–1932⁩
    Mitherausgeber „Wirtschaftstheorie der Gegenwart“

    Mitherausgeber des Sammelwerkes „Wirtschaftstheorie der Gegenwart“ (1927-1932).

  12. 1928
    1928
    Ende der Lehrtätigkeit

    Lehrte bis 1928 „Verrechnungswesen“ an der Universität Wien.

  13. ⁦1930–1937⁩
    ⁦1930–1937⁩
    Mitherausgeber Zeitschrift für Nationalökonomie

    Mitherausgeber der Zeitschrift für Nationalökonomie von 1930 bis 1937.

  14. 1938
    1938
    Tod

    Gestorben am 14. Dezember 1938 in Wien.[1]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 2
  1. ⁦1884–1887⁩
    ⁦1884–1887⁩

    Studierte 1884-1887 Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck unter anderem bei Carl Menger.

  2. ⁦1889–1889⁩
    ⁦1889–1889⁩

    Studierte 1884-1887 Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck unter anderem bei Eugen von Böhm-Bawerk; Böhm-Bawerk war zu dieser Zeit Professor in Innsbruck.[1]

Privatseminar, Kollegen, Mont Pèlerin · 1
  1. ⁦1921–1929⁩
    ⁦1921–1929⁩

    Reisch wurde 1921 Vizepräsident der Allgemeinen Boden-Credit-Anstalt unter Präsident Sieghart. Ab 1922 als OeNB-Präsident gleichzeitig zentraler Bankenregulator und Refinanzierer für Siegharts BCA bis zum Zusammenbruch 1929 (OeBL).

Richard Reisch im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN11 Belege · 1 Quelle
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1890er
1896
Das Gesetz betreffend die directen Personalsteuern
OriginalDeutsch
1898
Die directen Personalsteuern in Österreich
OriginalDeutsch
1900er
1900
Bilanz und Steuer [mit J.C. Kreibig]
OriginalDeutsch
Gesetz vom 25. Oktober 1896 R.G.Bl. Nr. 220 betreffend die directen
OriginalDeutsch
1910er
1912
Die wirtschaftliche Bedeutung des Verrechnungswesens speziell bei Staatsbetrieben
OriginalDeutsch
1919
Die finanziellen Probleme
OriginalDeutsch
1920er
1923
Stellung und Aufgaben der österreichischen Nationalbank innerhalb des Wiederaufbauprogrammes
OriginalDeutsch
1927
Die Wirtschaftstheorie der Gegenwart [mit H. Mayer und F. A. Fetter]
OriginalDeutsch
1930er
1931
Hahns volkswirtschaftliche Theorie des Bankkredits
OriginalDeutsch
1935
Exportförderung durch aktive Währungspolitik
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 10 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1890er
1893
Die Reform der directen Besteuerung in Holland
OriginalDeutsch
1897
Die Reform der directen Personalsteuern in Oesterreich
OriginalDeutsch
1900er
1901
Noch ein Wort über die theoretischen Grundlagen der doppelten Buchhaltung
OriginalDeutsch
1920er
1923
Ernst Plener †
OriginalDeutsch
1930er
1931
Kapital, Staatsschuld und Staatsbankerott
OriginalDeutsch
1932
Devisenbewirtschaftung und zwischenstaatliche Clearingverträge
OriginalDeutsch
Vom Geld-, Kredit- und Notenbankwesen
OriginalDeutsch
1933
Begriff und Bedeutung des Kredites
OriginalDeutsch
1937
Die neue Geld- und Kreditpolitik
OriginalDeutsch
1938
Glossen zu Carl Föhls Buch „Geldschöpfung und Wirtschaftskreislauf“
OriginalDeutsch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise