Ludwig Lachmann
Leben und Werk
- 1. Februar 1906
in Berlin - 17. Dezember 1990
in Johannesburg - 4. Generation
Stationen
- 1906Geburt
Geboren am 1. Februar 1906 in Berlin.
- 1924–1930Studium der Rechte und Volkswirtschaft
Studium der Rechte und Nationalökonomie an der Universität Berlin (Friedrich-Wilhelms-Universität, später Humboldt-Universität) ab 1924.[6]
- 1926Sommer an der Universität Zürich
Verbrachte den Sommer 1926 an der Universität Zürich. Dort wurde sein Interesse an der Österreichischen Schule, besonders am Werk Carl Mengers, entfacht.
- 1930Promotion an der Humboldt-Universität
Promovierte in Nationalökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
- 1933Emigration nach England
1933 emigrierte Lachmann nach England. Dort war er an der London School of Economics Schüler und später Kollege von Friedrich August von Hayek.
- 1940Internierung als „Enemy Alien“
Internierung als „Enemy Alien“ von Juli bis Dezember 1940 in England.[4]
- 1943–1948Head of Economics Department University of Hull
Leitete von 1943 bis 1948 das Department of Economics an der University of Hull (Yorkshire, England).[2]
- 1948–1972Witwatersrand-Universität Johannesburg
1948 nahm Lachmann einen Ruf der Witwatersrand-Universität Johannesburg, Südafrika, an. Er war dort bis zu seiner Emeritierung 1972 tätig.
- 1956„Capital and Its Structure“
Hauptwerk Capital and Its Structure (1956) – Beitrag zur österreichischen Kapitaltheorie.[1]
- 1962–1963Präsident Economic Society of South Africa
Präsident der Economic Society of South Africa 1962/63.[2]
- 1974South-Royalton-Konferenz
Hauptredner der South-Royalton-Konferenz 1974 in Vermont – Initialzündung der modernen Wiederbelebung der Österreichischen Schule in den USA.[3]
- 1974–1987Zusammenarbeit mit Israel M. Kirzner
Arbeitete von 1974 bis 1987 an der New York University mit Israel M. Kirzner zusammen, der die Tradition der Österreichischen Schule wiederbeleben wollte.
- 1975–1987Wintersemester-Seminar zur Österreichischen Schule
Als Gastprofessor organisierte Lachmann jedes Wintersemester von 1975 bis 1987 ein Seminar zur Österreichischen Schule.
- 1990Tod
Gestorben am 17. Dezember 1990 in Johannesburg.
Beeinflussungen
- 1930Werner Sombart(1863–1941) · Jüngere Historische Schule
Promotion 1930 an der Universität Berlin bei Werner Sombart, der ihn auch in das Werk Max Webers einführte.[5]
- 1933
Lachmann gehörte an der LSE zu Hayeks engstem akademischen Umfeld und entwickelte den radikalen Subjektivismus aus dieser Linie weiter.
- 1930–1933
Lachmann nahm laut Pipeline-Briefing als jüngeres Mitglied am Mises-Privatseminar teil; vor seiner Emigration nach London 1933.
- 1935–1948
An der London School of Economics nach Studienzeit Kollege von Friedrich August von Hayek; Zusammenarbeit bis zum Wechsel nach Johannesburg 1948.
- 1974–1987
Arbeitete von 1974 bis 1987 an der New York University mit Israel M. Kirzner zusammen, der die Tradition der Österreichischen Schule wiederbeleben wollte.
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Wurde an der LSE zu Ludwig Lachmanns engem Freund; Lachmann entwickelte seine Theorie divergenter Erwartungen aus Shackles Arbeiten zur Unsicherheit weiter.[6]
Ludwig Lachmann im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN13 Belege · 4 Quellen
- [2]Corfield: Lachmann (2010) · 3×
- [3]Vaughn: Austrian Economics in America (1994), S. 103
Wirkungsorte
Die Bücher
- Drei Essays über Max Webers geistiges VermächtnisOriginalDeutsch
- Marktprozess und Erwartungen: Studien zur Theorie der Marktwirtschaft1994OriginalDeutsch
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- Neuüberprüfung der österreichischen Theorie der KonjunkturzyklenOriginalDeutsch
- APA
- Ludwig Lachmann. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 10. Oktober 2026, von https://mises.at/ludwig-lachmann
- Chicago
- “Ludwig Lachmann.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 10. Oktober 2026. https://mises.at/ludwig-lachmann.
- Deutsche historische Zitierweise
- Ludwig Lachmann, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/ludwig-lachmann (abgerufen am 10. Oktober 2026).

