Karl Schlesinger
Leben und Werk
- 19. Januar 1889
- 12. März 1938
in Wien - 3. Generation
Stationen
- 1908–1914Studium der Rechte und Nationalökonomie— ungefähr
Studium der Rechte und Nationalökonomie an der Universität Wien bei Eugen von Böhm-Bawerk.[3]
- 1914Promotion bei Böhm-Bawerk
Promotion zum Dr. iuris an der Universität Wien 1914 unter Eugen von Böhm-Bawerk; Dissertation zur Geld- und Kreditwirtschaft mit mathematischem Ansatz.[3]
- 1914„Theorie der Geld- und Kreditwirtschaft“
Erstwerk Theorie der Geld- und Kreditwirtschaft (1914) – frühe mathematische Behandlung der Geld- und Kredittheorie; antizipierte die Unterscheidung von Transaktions- und Vorsichtskasse.[1]
- 1919–1938Bankenkarriere in Wien
Durchlief in Wien eine Bankenkarriere und fungierte zuletzt als Vize-Direktor der Anglo-Österreichischen Bank sowie als Vorsitzender der Bankenvereinigung. Als Bank- und Währungsfachmann publizierte er zu Fragen der Geldtheorie, Währungspolitik und Bankwirtschaft.
- 1920–1934Mises-Privatseminar— ungefähr
Teilnehmer am Privatseminar Ludwig von Mises' in den 1920er und 1930er Jahren.[2]
- 1931Mathematik-Privatunterricht bei Karl Menger
Engagierte 1931 den Mathematiker Karl Menger als Privatlehrer.[1]
- 1933–1934Mathematikstudium bei Abraham Wald
Studierte ab 1933/34 Mathematik bei Abraham Wald, obwohl er der Lausanner Schule nahestand und mathematische Interessen zeigte. Förderte die Österreichische Schule.
- 1934„Über die Produktionsgleichungen der ökonomischen Wertlehre“
Sein Aufsatz „Über die Produktionsgleichungen der ökonomischen Wertlehre“ (1934) wurde zu einer wesentlichen Grundlage für die neoklassische Gleichgewichtsanalyse.
- 1938Tod (Suizid am Tag des Anschlusses)
Beging am Tag des Anschlusses (12. März 1938) in Wien Selbstmord.[1]
Beeinflussungen
- 1908–1914
Studierte und promovierte 1914 an der Universität Wien bei Eugen von Böhm-Bawerk; Dissertation zur Geld- und Kreditwirtschaft mit mathematischem Ansatz.
- —Léon Walras(1834–1910) · Lausanner Schule
Stand der Lausanner Schule (Walras) nahe und zeigte mathematische Interessen; trotz Nähe zu Lausanne förderte er die Österreichische Schule.
- 1920–1934
Schlesinger nahm am Privatseminar Ludwig von Mises' in Wien teil (Wikipedia EN bestätigt).
Karl Schlesinger im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN10 Belege · 4 Quellen
- [1]ÖBL: Schlesinger, Karl · 5×
- [3]Hagemann/Krohn (Hrsg.) 1999: Biographisches Handbuch, S. 615–618 · 2×
Wirkungsorte
Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Karl Schlesinger. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 10. Oktober 2026, von https://mises.at/karl-schlesinger
- Chicago
- “Karl Schlesinger.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 10. Oktober 2026. https://mises.at/karl-schlesinger.
- Deutsche historische Zitierweise
- Karl Schlesinger, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/karl-schlesinger (abgerufen am 10. Oktober 2026).