FOLIO I · DENKER · GEN. 03 · N° 030

Ewald Schams

Werke
0
Artikel
13
Generation
3.
Porträt von Ewald Schams
FOL. 03 · N° 030 · Ewald Schams
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Schams studierte in Graz bei Joseph A. Schumpeter und arbeitete in Wien als Sektionsrat im Unterrichtsministerium. Nebenbei lehrte er als Privatdozent an der Technischen Hochschule in Wien und war ein regelmäßiger Teilnehmer am Mises-Privatseminar. Schams – Hayeks Einschätzung nach eine „wortkarge, stramme, an einen Offizier erinnernde Erscheinung“ (Leube 1998, p. 319) – war ein ausgezeichneter Kenner der Lausanner Schule um Léon Walras, war mathematisch versiert und arbeitete vor allem zu Fragen der Methodologie und Erkenntnistheorie. Nach dem Anschluss blieb er im Lande und arrangierte sich mit dem nationalsozialistischen Regime. Dies war auch der Grund dafür, dass er nach dem Krieg erst 1947 wieder an die Technische Hochschule zurückkehren konnte.
Metadaten
17. Oktober 1889
1. Januar 1955
3. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1889
    1889
    Geburt— ungefähr

    Geboren am 17. Oktober 1889.[2]

  2. 1908
    1908
    Studium bei Schumpeter in Graz— inferiert

    Studierte in Graz bei Joseph A. Schumpeter.[2]

  3. 1920
    1920
    Sektionsrat im Unterrichtsministerium— inferiert

    Arbeitete in Wien als Sektionsrat im Unterrichtsministerium und lehrte nebenbei als Privatdozent an der Technischen Hochschule in Wien.[2]

  4. 1920
    1920
    Mises-Privatseminar— inferiert

    Regelmäßiger Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien; ausgezeichneter Kenner der Lausanner Schule um Léon Walras, mathematisch versiert, arbeitete vor allem zu Methodologie und Erkenntnistheorie.[2]

  5. 1920
    1920
    Privatdozent TH Wien— inferiert

    Privatdozent an der Technischen Hochschule in Wien.[2]

  6. 1926
    1926
    „Friedrich Freiherr von Wieser und sein Werk“— ungefähr

    Erscheinen des Aufsatzes „Friedrich Freiherr von Wieser und sein Werk“ in der Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft.[3]

  7. 1938
    1938
    Verbleib nach „Anschluss“— ungefähr

    Nach dem Anschluss blieb Schams im Lande und arrangierte sich mit dem nationalsozialistischen Regime.[2]

  8. 1947
    1947
    Rückkehr an die Technische Hochschule

    Wegen seiner Haltung im NS-Regime erst 1947 wieder an die Technische Hochschule in Wien zurückgekehrt.[2]

  9. 1955
    1955
    Tod

    Gestorben 1955.[2]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 2
  1. —
    —

    Studierte in Graz bei Joseph A. Schumpeter.[2]

  2. —
    —
    Léon Walras⁦(1834–1910)⁩ · Lausanner Schule

    Schams war Experte und österreichischer Vermittler der Lausanner Schule um Léon Walras; sein Werk gilt als Brücke zwischen Wiener und Lausanner Schule.[1]

Privatseminar, Kollegen, Mont Pèlerin · 2
  1. ⁦1920–1934⁩
    ⁦1920–1934⁩

    Regelmäßiger Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien.[1]

  2. —
    —

    Wikiberal nennt Rosenstein-Rodan als Zeitgenossen mit ähnlichen methodischen Ansätzen im Wiener Umfeld der mathematischen Ökonomie.[2]

Ewald Schams im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN15 Belege · 2 Quellen
Topographie

Wirkungsorte

ARTIKEL · 13 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1920er
1923
Vilfredo Pareto †
OriginalDeutsch
1926
Friedrich Freiherr von Wieser und sein Werk
OriginalDeutsch
1927
Die Casselschen Gleichungen und die mathematische Wirtschaftstheorie
OriginalDeutsch
1928
Zur Geschichte und Beurteilung der exakten Denkformen in den Sozialwissenschaften
OriginalDeutsch
1930er
1930
Die zweite Nationalökonomie
OriginalDeutsch
Konstanz und Variabilität ökonomischer Größenbeziehungen
OriginalDeutsch
1931
Komparative Statik
OriginalDeutsch
1932
Die Anfänge lehrgeschichtlicher Betrachtungsweise in der Nationalökonomie
OriginalDeutsch
1933
Eine Bibliographie der allgemeinen Lehrgeschichten der Nationalökonomie
OriginalDeutsch
1934
Die Determinierbarkeit des Wirtschaftsgeschehens
OriginalDeutsch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise