FOLIO I · DENKER · GEN. 02 · N° 041

Ernst Seidler von Feuchtenegg

Werke
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Artikel
6
Generation
2.
Porträt von Ernst Seidler von FeuchteneggPorträt von Ernst Seidler von Feuchtenegg: Ernst Seidler von Feuchtenegg, Porträt um 1918 (1918)Porträt von Ernst Seidler von Feuchtenegg: Grab Ernst Seidlers am Dornbacher Friedhof, Wien (2012)
FOL. 02 · N° 041 · Ernst Seidler von Feuchtenegg
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Ernst Seidler von Feuchtenegg promovierte 1887 unter Carl Menger zum Dr. jur. Hernach war Seidler als Beamter in verschiedenen Stellungen, etwa im Ackerbauministerium, tätig. 1901 habilitierte er sich an der Universität Wien für Verwaltungsrecht und Verwaltungslehre. Nach seiner Habilitation 1901 unterrichtete Seidler als Professor für öffentliches Recht u. a. Thronfolger Karl. Seidler wurde 1917, ein Jahr nach seiner Erhebung in den Adelsstand, zunächst Ackerbauminister und anschließend Ministerpräsident bzw. letzter Kabinettschef des Monarchen. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Seidler Positionen in Industrie und Bankwesen und widmete sich seinem wissenschaftlichen Werk. So wandte er z. B. in einem originellen Beitrag das Grenznutzenprinzip auf die Strafbemessung an (Seidler 1890).
Metadaten
5. Juni 1862
23. Januar 1931
in Wien
2. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1862
    1862
    Geburt

    Geboren am 5. Juni 1862 in Schwechat (Niederösterreich).[1]

  2. 1887
    1887
    Promotion zum Dr. jur. unter Carl Menger

    Promotion bei Carl Menger zum Dr. jur. an der Universität Wien.[1]

  3. 1888
    1888
    Beamtentätigkeit

    Nach der Promotion war Seidler als Beamter in verschiedenen Stellungen tätig, unter anderem im Ackerbauministerium.[1]

  4. 1890
    1890
    Beitrag zur Strafbemessung (Grenznutzenprinzip)— ungefähr

    In einem originellen Beitrag wandte Seidler das Grenznutzenprinzip auf die Strafbemessung an (Seidler 1890).

  5. ⁦1890–1894⁩
    ⁦1890–1894⁩
    Rechtspräfekt am Theresianum

    Rechtspräfekt an der Theresianischen Akademie in Wien.[1]

  6. 1900
    1900
    Eintritt ins Ackerbauministerium

    Wechsel ins Ackerbauministerium.[1]

  7. 1901
    1901
    Habilitation für Verwaltungsrecht

    Habilitation an der Universität Wien für Verwaltungsrecht und Verwaltungslehre.[1]

  8. 1901
    1901
    Professor für öffentliches Recht— ungefähr

    Nach der Habilitation unterrichtete Seidler als Professor für öffentliches Recht, unter anderem Thronfolger Karl.

  9. ⁦1905–1908⁩
    ⁦1905–1908⁩
    Professor Exportakademie und Hochschule für Bodenkultur

    Lehrtätigkeit als Professor an der Exportakademie und an der Hochschule für Bodenkultur in Wien.[1]

  10. ⁦1908–1909⁩
    ⁦1908–1909⁩
    Ministerialrat und Sektionschef

    Rückkehr ins Ackerbauministerium als Ministerialrat; später Sektionschef.[1]

  11. 1914
    1914
    Titularordinarius

    Verleihung des Titels eines ordentlichen Universitätsprofessors.[1]

  12. 1916
    1916
    Erhebung in den Adelsstand

    Erhebung in den Adelsstand (von Feuchtenegg), ein Jahr vor der Berufung zum Ackerbauminister.[1]

  13. 1917
    1917
    Ackerbauminister, dann Ministerpräsident

    1917 zunächst Ackerbauminister, anschließend Ministerpräsident bzw. letzter Kabinettschef des Monarchen Karl.[1]

  14. ⁦1917–1918⁩
    ⁦1917–1918⁩
    Industrie und Bankwesen

    Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Seidler Positionen in Industrie und Bankwesen und widmete sich seinem wissenschaftlichen Werk.[1]

  15. 1918
    1918
    Kabinettsdirektor des Kaisers

    Kabinettsdirektor Kaiser Karls I. nach dem Rücktritt als Ministerpräsident.[1]

  16. 1920
    1920
    Präsident Italo-Wiener Creditbank

    Präsident der Italo-Wiener Creditbank.[1]

  17. 1931
    1931
    Tod

    Gestorben am 23. Januar 1931 in Wien.[1]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. ⁦1887–1887⁩
    ⁦1887–1887⁩

    Ernst Seidler von Feuchtenegg promovierte 1887 unter Carl Menger zum Dr. jur. an der Universität Wien.[1]

Ernst Seidler von Feuchtenegg im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN16 Belege · 1 Quelle
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1900er
1904
Die Eisenbahntarife in ihren Beziehungen zur Handelspolitik [mit A. Freud]
OriginalDeutsch
1908
Das Wasserrecht und die Landwirtschaft
OriginalDeutsch
1910er
1913
Österreichs Wasserwirtschaft in Vergangenheit und Zukunft
OriginalDeutsch
1914
Die Neuen Wasserrechtsgesetze
OriginalDeutsch
1930er
1930
Die sozialwissenschaftliche Erkenntnis: Ein Beitrag zur Methodik der Gesellschaftslehre
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 6 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1890er
1890
Die Geldstrafe vom volkswirtschaftl. und sozialpolit. Gesichtspunkte
OriginalDeutsch
1894
Die Schwankungen des Geldwertes (der Kaufkraft des Geldes) und die juristische Lehre von dem Inhalte der Geldschulden
OriginalDeutsch
1896
Das Kleingewerbe in Obersteiermark
OriginalDeutsch
1899
Heimarbeit und Hausindustrie in Obersteiermark (Handelskammerbezirk Leoben)
OriginalDeutsch
1900er
1900
Die Reform des österreichischen Wasserrechtes
OriginalDeutsch
1907
Interessenkonflikte auf dem Gebiete der Wasserwirtschaft
OriginalDeutsch
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Chicago
Deutsche historische Zitierweise