FOLIO I · DENKER · GEN. 04 · N° 056

Emil Kauder

Werke
5
Artikel
33
Generation
4.
EK
FOL. 04 · N° 056 · Emil Kauder
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Emil Kauder war ein Sohn des österreichischen Architekten Hugo Kauder, der im Ersten Weltkrieg fiel, und der Ernestine Feigl, die Opfer des Holocaust wurde. Er studierte ab 1919 Nationalökonomie in Berlin und promovierte 1924 bei Werner Sombart. Kauder betätigte sich zunächst als Universitätsassistent, als Leiter einer Privatschule, als wirtschaftlicher Berater für Zollfragen in der Textilindustrie und freier wissenschaftlicher Autor. Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte er in die USA, wo er als Lehrer in Preparatory-Schulen wirkte. Er heiratete 1943 die deutsche Emigrantin Helene I. Riegner, mit der er zwei Kinder hatte. 1947 wurde er Assistant Professor für Ökonomie und Soziologie an der University of Wyoming in Laramie und wechselte 1960 als Professor für Ökonomie an die Illinois Wesleyan University. 1961 ging er an das Florida Presbyterian College. Nach der Emeritierung 1968 lehrte er noch an der University of South Florida in Tampa. Kauder arbeitete 1960/61 in der Carl-Menger-Bibliothek der Hitotsubashi-Universität in Japan als Bibliothekar und schrieb eine Geschichte der Grenznutzenschule, die auch ins Japanische und Französische übersetzt wurde. 1971 er von der Wiener Universität eingeladen, um die Vorlesung anlässlich der Hundertjahrfeier des Erscheinens von Carl Mengers "Grundsätze der Volkswirtschaftslehre" zu halten. Emil Kauder starb 1982 in Saint Petersburg (Florida).
Metadaten
23. Juni 1901
18. November 1982
4. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1901
    1901
    Geburt— ungefähr

    Geboren am 23. Juni 1901 als Sohn des österreichischen Architekten Hugo Kauder und der Ernestine Feigl.[1]

  2. ⁦1919–1924⁩
    ⁦1919–1924⁩
    Studium der Nationalökonomie

    Studium der Nationalökonomie in Berlin ab 1919.[1]

  3. 1924
    1924
    Promotion bei Werner Sombart

    Promotion 1924 bei Werner Sombart in Berlin.[1]

  4. 1924
    1924
    Universitätsassistent und freier Autor— inferiert

    Tätigkeit als Universitätsassistent, Leiter einer Privatschule, wirtschaftlicher Berater für Zollfragen in der Textilindustrie und freier wissenschaftlicher Autor.

  5. 1938
    1938
    Emigration in die USA— ungefähr

    Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte Kauder in die USA, wo er als Lehrer in Preparatory-Schulen wirkte.[1]

  6. 1943
    1943
    Heirat mit Helene I. Riegner

    Heiratete 1943 die deutsche Emigrantin Helene I. Riegner, mit der er zwei Kinder hatte.[1]

  7. ⁦1947–1960⁩
    ⁦1947–1960⁩
    Assistant Professor, University of Wyoming

    Ab 1947 Assistant Professor für Ökonomie und Soziologie an der University of Wyoming in Laramie.[1]

  8. ⁦1960–1961⁩
    ⁦1960–1961⁩
    Professor, Illinois Wesleyan University

    1960 Wechsel als Professor für Ökonomie an die Illinois Wesleyan University.

  9. ⁦1960–1961⁩
    ⁦1960–1961⁩
    Carl-Menger-Bibliothek Hitotsubashi-Universität

    Forschungsaufenthalt in der Carl-Menger-Bibliothek der Hitotsubashi-Universität Tokio (1960/61); Arbeit an einer Geschichte der Grenznutzenschule, die ins Japanische und Französische übersetzt wurde.[1]

  10. ⁦1961–1968⁩
    ⁦1961–1968⁩
    Florida Presbyterian College

    1961 Wechsel an das Florida Presbyterian College.[1]

  11. 1968
    1968
    Emeritierung

    Emeritierung 1968.

  12. 1968
    1968
    Lehrtätigkeit, University of South Florida

    Nach der Emeritierung lehrte Kauder noch an der University of South Florida in Tampa.[1]

  13. 1971
    1971
    Vorlesung zur Hundertjahrfeier der „Grundsätze“

    1971 von der Wiener Universität eingeladen, um die Vorlesung anlässlich der Hundertjahrfeier des Erscheinens von Carl Mengers „Grundsätzen der Volkswirtschaftslehre“ zu halten.[1]

  14. 1982
    1982
    Tod

    Gestorben am 18. November 1982 in Saint Petersburg, Florida.[1]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. ⁦1924–1924⁩
    ⁦1924–1924⁩
    Werner Sombart⁦(1863–1941)⁩ · Jüngere Historische Schule

    Kauder studierte ab 1919 Nationalökonomie in Berlin und promovierte 1924 bei Werner Sombart, einem zentralen Vertreter der jüngeren Historischen Schule.[2]

Privatseminar, Kollegen, Mont Pèlerin · 3
  1. 1932
    1932

    Kauder bezeichnete Machlup in einem Brief von 1932 als „diversen Vertreter“ der österreichischen Schule.[1]

  2. —
    —

    Kauder bezeichnete Mises 1957 als „treuesten Schüler“ Mengers; er stand mit ihm in freundschaftlichem Kontakt und kommentierte dessen ontologischen Ansatz als Maßstab österreichischer Theorie.[1]

  3. —
    —

    Morgenstern stand in regem Briefwechsel mit Kauder und ermutigte dessen wissenschafts­historische Arbeit über die Marginalismusgeschichte.[1]

Emil Kauder im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN15 Belege · 2 Quellen
WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1930er
1932
Repetitorium der theoretischen Nationalökonomie
OriginalDeutsch
1960er
1963
Anmerkungen zu den „Grundsätzen der Volkswirtschaftslehre“
OriginalDeutsch
1965
A History of Marginal Utility Theory
OriginalEnglisch
Weitere Ausgaben
  • L’utilité marginale1973
    OriginalFranzösisch
  • 限界効用理論の歴史1979
ARTIKEL · 33 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1920er
1924
Johann Joachim Becher als Wirtschafts- und Sozialpolitiker
OriginalDeutsch
1930er
1938
Distribuzione, disoccupazione e ampliamento del credito (Osservazioni critiche sull'ultimo libro di Keynes)
OriginalItalienisch
1940er
1946
Ideal History: Remarks on the Foundation of the Wave Theory
OriginalEnglisch
The Development of the Cycle Theory
OriginalEnglisch
1949
[Review] The Economics of Public Finance (Philip E. Taylor)
OriginalEnglisch
1950er
1950
[Review] The Cost and Financing of Social Security (Lewis Meriam, Karl T. Schlotterbeck and Mildred Maroney)
OriginalEnglisch
The Holy Ghost and the National Spirit
OriginalEnglisch
1951
Recent Developments of American Economic Thinking
OriginalEnglisch
1952
[Review] The Foundation of Economics: History and Theory in the Analysis of Economic Reality (Walter Eucken)
OriginalEnglisch
[Rezension] The English Utilitarians (Leslie Stephen)
OriginalEnglisch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise