Swiss Mises Institute

Samstag, 15. Januar 2011 von Patrik B. Vonlanthen zu Institut

Swiss Mises Institute

Sprachrohr
Verbreitet das Wissen
Wer sind wir und wo sind wir zu Hause? Wofür stehen wir ein? Was sind unsere Ziele? Worin engagieren wir uns? Wohl ist dies für den einzelnen Menschen nicht immer in Einfachheit zu beantworten, sind aber alles Fragen, die gestellt werden, wenn man sich zu den Motiven des Swiss Mises Institute SMI erkundigt oder sich gar bewegt Teil davon zu werden.

Mir selber war und ist dies immer ein Graus, Bestandteil von irgendwas zu sein...einem Verein, einer Gesinnung, Religion, Tradition, Nation, Gesellschaft und dem ganzen Rest, der damit genannt werden kann. Einfach, weil darin selbst eine inhärente Trennung liegt. Gehört man zum Einem, kann man konsequenterweise nicht zum Anderen gehören. Das trennt, separiert uns voneinander in ganz subtiler Form. Und doch sind wir im Grundsatz alle einfach Menschen, Lebewesen, die essen, trinken, sprechen, gehen, schlafen – wir handeln also und tragen unseren Teil in dieser Welt bei. Unterhalten und Gestalten so den Alltag mehr oder weniger mit.

Und so musste geboren werden, was diese Welt erblicken wollte, das SMI; durch Živko Mišković und mich am 1. September 2010 in Zürich ins Leben gerufen. Ich wurde also doch Teil von etwas, und damit schnell eingeteilt zu den Austro-Libertariern, Anarcho-Kapitalisten, Minarchisten, Liberalen, oder was nun auch immer interpretiert oder dem SMI zugeschrieben wird – rein um für das Gegenüber fassbarer, stereotypisierbar zu werden. Für das SMI sind aber weder Gründer noch Mitglieder letztlich wichtig. Nicht das Gefäss ist wichtig, wenn man durstig ist, sondern dass man nach eigenem Belieben daraus trinken kann.

So halte ich mich auch weiterhin an das, was J lehrt:

One has to be a light to oneself; this light is the law. There is no other law. All the other laws are made by thought and so are fragmentary and contradictory. To be a light to oneself is not to follow the light of another, however reasonable, logical, historical, and however convincing. You cannot be a light to yourself if you are in the dark shadows of authority, of dogma, of conclusion. - J. Krishnamurti This Light in Oneself

Denn allein die Vision, dem immer von Neuem nötigen Weckruf für freiere Menschen ungehindert pflegen zu können, dem Verständnis um Freiheit mittels eigenem, selbstständigem Denkvermögen immerfort neu – in allen Extremen – auf den Grund gehen zu dürfen, dass Freiheit und persönliches Eigentum in direkter Beziehung sind und gar unzertrennbar sich den Menschen offenbaren, und dass gewaltfreier Frieden in der Menschheitsgeschichte mit Hinweisen nicht geizt und auch die entsprechenden Gesetzmässigkeiten zu erkennen gibt; all dies, setzt zuallererst nur uns selbst voraus und den Willen dafür einzustehen und Worten Taten folgen zu lassen – zu handeln, wie jeder es für richtig empfindet.

Das SMI hätte wohl weniger Profil gezeigt, wäre der Verein nur mit Swiss Institute umschrieben worden. Das wollten wir aber nicht. Denn mit dem Werk „Human Action“ als einem zentralen Baustein, taucht man unweigerlich in eine neue Welt ein, derer wir auf unsere Weise danken wollten: cui honorem, honorem – Ehre, wem Ehre gebührt.

Einmal in Berührung mit der intellektuellen Welt von Ludwig von Mises, Murray N. Rothbard, Friedrich A. Hayek und vielen weiteren, der Tradition des Liberalismus verpflichteter Denker, lassen sodann Gedanken zu Freiheit oder der gesellschaftlichen Bedeutung von persönlichem Eigentum in einer komplett neuen Perspektive zu. Bis dato akzeptierte Vorstellungen zerfallen, plötzlich fehlen essentielle Grundlagen zu Rechtfertigung derselben, wie sie sich in unserer Gesellschaft so oft manifestieren.

Das SMI hat sich das Ziel gesetzt dieses Wissen zu bewahren, aufzubereiten, geeigneten Zugang zu verschaffen und der Allgemeinheit zugänglich zu machen – und für die Nachwelt zu erhalten. Wir sind glücklicherweise in diesem Unterfangen nicht alleine, verfolgen aber unseren eigenen Weg dies zu verwirklichen.

Freiheit, Eigentum und Frieden sind die Grundsätze wofür wir einstehen. Und denken, dass jeder in der einen oder anderen Form diese oft auch an und für sich selber erfährt. Nur immer ein wenig verschieden, als seine Nächste und sein Nächster selbige verstehen. Aber weder Freiheit, noch Eigentum und auch nicht Frieden sind feste Konzepte, nein, es gilt diese immer wieder von Neuem zu entdecken, diskutieren, erfahren und individuell umzusetzen. Alleine schon die tiefergehende Auseinandersetzung um das persönliche Eigentum, hilft auch bei der Erklärung bei den Begriffen Freiheit und Frieden, und macht diese in deren Ganzheit sichtbar.

Das SMI strebt an, Freiheit, Eigentum und Frieden in verschiedensten Formen zu thematisieren und resultierend daraus, die grösseren Zusammenhänge derselben in der Gesellschaft weiter von unserer Sichtweise her zu kultivieren - sei es mit Anregungen durch Werbung, eines spezifischen Anlasses, von Artikeln, in einem Haus der Begegnung von Interessierten, durch Seminare, mittels einer Online-Lernplattform, durch eine extensive, freie Bibliothek, Filme, Diskussionsabende, öffentliche Debatten, Bücher – den Formen sind keine Grenzen gesetzt. Kraft der Mitglieder und Gönner des SMI werden schrittweise sich anbietende Möglichkeiten umgesetzt und soweit opportun ausgeschöpft werden.

Nun zur Freiheit, die ich mir zur Zeit nehme; sie heisst Afrika. Die Welt zu sehen, ist eine grosse Leidenschaft – wohl eher Sucht – von mir. Seit dem 3. Januar 2011 bin ich nun wieder auf Reisen und bin in Cape Town in Südafrika gestartet. Vom Kap der Guten Hoffnung bzw. vom Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas, reise ich in den nächsten Monaten Richtung Norden. Alexandria in Ägypten, ist ein potentielles Ziel im Norden von Afrika. Länder, deren Luft ich dabei einatmen möchte, sind Südafrika, Botswana, Zambia, Tanzania, Kenya, vielleicht aber auch Uganda, Ruanda und Burundi, dann weiter wohl nach Äthiopien, Sudan um in Ägypten anzukommen. Aber Vieles ist dabei im Fluss und kann sich folglich wieder schnell ändern. Sicher ist, es geht nun Richtung Norden...Meine Reiseeindrücke sollten hin und wieder hier aktualisiert werden und für Euch einsehbar sein: Mama Africa in 2011

Und gerade deswegen bleibe ich dem SMI gerne auch während dieser Zeit nicht nur passiv sondern auch aktiv verbunden, gerade weil diese Möglichkeit einer längeren Reise trotz meinem Zugeständnis zur Sache und den Verbindungen im SMI, sich auch so realisieren lassen.

Überall auf der Welt lassen sich Gedanken zu diesen wichtigen Themen des Lebens und dem Zusammenleben fassen, sind tagtäglich erkennbar, achtet man auch sorgfältig und unvoreingenommen darauf. Vielleicht ergeben sich gar durch gewisse Reiseeindrücke - gerade hier in Afrika - neue Sichtweisen auf ihre Stimmigkeit, um neue Brücken zu Grundsätzen, welchen das SMI verpflichtet ist, schlagen zu können. Freiheit und Frieden für diese Welt – und wenn es dazu persönliches Eigentum braucht, dann lasst uns alleine und gemeinsam das Warum? verstehen lernen.

Es grüsst Euch herzlich, Patrik

 

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