FOLIO I · DENKER · GEN. 04 · N° 027

Alexander Mahr

Werke
13
Artikel
36
Generation
4.
AM
FOL. 04 · N° 027 · Alexander Mahr
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Aus Poppitz bei Znaim im heutigen Mähren kommend, schloss Mahr 1921 das Studium der Germanistik, Skandinavistik und Geschichte in Wien als Dr. phil. ab und promovierte 1925 noch zusätzlich zum Dr. rer. pol. In der Folge erhielt er ein dreijähriges Stipendiat der Rockefeller Stiftung und konnte sich kurz nach seiner Rückkehr im Jahr 1930 habilitieren. Als Schüler von Mayer blieb Mahr, der sich in seinen frühen Arbeiten zur Preis-, Zins- und Geldtheorie sowie zur Währungspolitik kritisch gegenüber Böhm-Bawerk, Mises und Hayek zeigte, jedoch ein Außenseiter. Er war einer der wenigen Vertreter der Österreichischen Schule, die weder am Mises-Privatseminar noch am Geistkreis teilnahmen. Nach 1938 verblieb Mahr in Österreich und verdingte sich bis zur Nachfolge auf dem Lehrstuhl von Mayer (1950) im Statistischen Zentralamt. Nach dem Krieg suchte Mahr als „überzeugter Vertreter des Grundgedankens der österreichischen oder Wiener Schule“ einen Kompromiss mit der mathematisch arbeitenden Nationalökonomie und dem keynesianischen Paradigma zu erreichen.
Metadaten
31. Januar 1896
14. April 1972
in Wien
4. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1896
    1896
    Geburt

    Geboren am 31. Januar 1896 in Poppitz bei Znaim im heutigen Mähren.

  2. 1920
    1920
    Studienstipendium Universität Göteborg— inferiert

    Stipendium an der Universität Göteborg.

  3. 1921
    1921
    Promotion zum Dr. phil.

    Abschluss des Studiums der Germanistik, Skandinavistik und Geschichte in Wien als Dr. phil.

  4. 1925
    1925
    Promotion zum Dr. rer. pol.

    Zusätzliche Promotion zum Dr. rer. pol.

  5. ⁦1926–1928⁩
    ⁦1926–1928⁩
    Rockefeller-Stipendium

    Rockefeller Fellowship für postgraduale Studien in den USA und in England.

  6. 1930
    1930
    Habilitation

    Kurz nach der Rückkehr aus dem Stipendiat habilitierte sich Mahr im Jahr 1930.

  7. ⁦1930–1938⁩
    ⁦1930–1938⁩
    Wissenschaftlicher Assistent von Hans Mayer

    Wissenschaftlicher Assistent von Hans Mayer an der Universität Wien.[1]

  8. 1936
    1936
    Außerordentlicher Professor

    Ernennung zum außerordentlichen Professor an der Universität Wien.[1]

  9. ⁦1938–1950⁩
    ⁦1938–1950⁩
    Statistisches Zentralamt

    Nach 1938 verblieb Mahr in Österreich und arbeitete bis zur Lehrstuhlnachfolge im Statistischen Zentralamt.

  10. 1950
    1950
    Lehrstuhlnachfolge Mayer

    Nachfolge auf dem Lehrstuhl von Hans Mayer an der Universität Wien. Mahr suchte als Vertreter der Wiener Schule einen Kompromiss mit der mathematischen Nationalökonomie und dem keynesianischen Paradigma.

  11. 1956
    1956
    Vorsitz Nationalökonomische Gesellschaft Wien

    Vorsitzender der Nationalökonomischen Gesellschaft in Wien.[1]

  12. 1963
    1963
    Mitglied Österreichische Akademie der Wissenschaften

    Aufnahme in die Österreichische Akademie der Wissenschaften.[1]

  13. 1966
    1966
    Österreichisches Ehrenkreuz I. Klasse

    Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, I. Klasse.[1]

  14. 1971
    1971
    Ehrensenator Universität Wien, Goldene Medaille der Stadt Wien

    Ernennung zum Ehrensenator der Universität Wien und Verleihung der Goldenen Medaille der Stadt Wien.[1]

  15. 1972
    1972
    Tod

    Gestorben am 14. April 1972 in Wien.

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. ⁦1930–1938⁩
    ⁦1930–1938⁩

    Mahr war Schüler von Hans Mayer, ab 1930 dessen wissenschaftlicher Assistent an der Universität Wien, und übernahm 1950 dessen Lehrstuhl als Nachfolger.

Alexander Mahr im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN8 Belege · 1 Quelle
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1920er
1929
Untersuchungen zur Zinstheorie
OriginalDeutsch
1930er
1931
Hauptprobleme der Arbeitslosigkeit
OriginalDeutsch
1933
Die Stadtrandsiedlung
OriginalDeutsch
Monetary Stability and How to Achieve It [gekürzte englische Übersetzung]
OriginalEnglisch
1935
Die Nebenberufssiedlung
OriginalDeutsch
1937
Das Problem einer wechselseitigen Güterproduktion der Erwerbslosen
OriginalDeutsch
1940er
1948
Volkswirtschaftslehre. Einführung in das Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge
OriginalDeutsch
1949
Neue Beiträge zur Wirtschaftstheorie. Festschrift für Hans Mayer [Alexander Mahr, Hrsg.]
OriginalDeutsch
1950er
1959
Volkswirtschaftslehre, 2., wesentlich erweiterte Auflage
OriginalDeutsch
1960er
1963
Geld und Vermögen: Aktuelle Betrachtungen
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 36 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1920er
1927
Zur Theorie der Wechselkurse
OriginalDeutsch
1929
Die Stabilisierung der Kaufkraft des Dollars
OriginalDeutsch
1930er
1931
Abstinenztheorie und Lehre von der Minderschätzung der Zukunftsgüter
OriginalDeutsch
1932
Monopolistische Preispolitik in der Depression
OriginalDeutsch
1933
Neutrales oder wertstabiles Geld?
OriginalDeutsch
Zur Kritik der Zinstheorie
OriginalDeutsch
1936
Das Zeitmoment in der Theorie des Produktivzinses
OriginalDeutsch
Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Nebenberufssiedlung
OriginalDeutsch
Ein vernachlässigtes Grundproblem der Außenhandelstheorie
OriginalDeutsch
1940er
1943
Zinshöhe, Sparen und Kapitalbildung
OriginalDeutsch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise